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Die Welt am Abgrund – Planspiel zu antisemitischen Verschwörungserzählungen

»In der vergangenen Nacht zwischen 23:00 und 1:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist es zu ungewöhnlich häufigen plötzlichen Kraterbildungen gekommen. An insgesamt sieben Stellen in Europa und Nordamerika sind Erdlöcher (auch als Senkloch oder Erdfall bekannt) mit zum Teil kilometerlangem Durchmesser aufgetreten. In der vergangenen Nacht ist unter anderem das UN-Hauptquartier in New York komplett vom Erdboden verschluckt worden. Dort tagte zum Zeitpunkt der Katastrophe die Generalversammlung.«

Mit dieser Meldung startet das Planspiel »Die Welt am Abgrund«. In einem fantastischen Szenario vermittelt es den Teilnehmenden den Zusammenhang zwischen Verschwörungstheorien und Antisemitismus.


Verschwörungserzählungen haben Hochkonjunktur und die Krisen der Welt sind nicht erst jetzt ein Nährboden für Ideologien, in deren Zentrum eine geheime Weltverschwörung steht, die für all diese Ereignisse verantwortlich gemacht wird. Dabei kommen immer wieder antisemitische Inhalte zum Vorschein. Dies ist kein Zufall.

Die Kulturwissenschaftlerin Tanja Lenuweit kommt aus Schwetzingen, lebt und arbeitet in Berlin und hat das Planspiel „Die Welt am Abgrund“ für die Amadeo-Antonio-Stiftung mitentwickelt. Sie wird uns durch diesen Nachmittag begleiten, wenn wir aus verschiedenen Sichtwinkeln auf eine fiktive globale Katastrophe schauen in der mysteriöse Erdlöcher auftauchen und wir die Rollen von provisorischer Weltregierung, Industrie oder Prostestbewegungen einnehmen.

Um (vorläufige) Anmeldung an gruene-schwetzingen@gmx.de wird gebeten, damit wir besser planen können. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Weitere Infos zum Planspiel

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Durch die Innenstadt mit der Arboristin und Baumsachverständigen Hannah Nimmenich

Hannah Nimmenich erläuterte bei dem Rundgang durch die Innenstadt die Grundsätze, die bei der Auswahl und Pflanzung von Bäumen in der Stadt zu beachten sind. So muss schon beim Setzen der jungen Bäume bedacht werden, dass beispielsweise Schwarznussbäume, wie sie an der Invalidenkaserne stehen, pro Standjahr einen Kubikmeter Raum im Boden benötigen um sich gut zu entwickeln und gesund zu bleiben. Bäume brauchen Platz, auch unter der Erde, so das Fazit der Schwetzinger Grünen – und es müssen Plätze ausgewiesen werden, an denen Bäume auch alt werden können. Denn wenn ein alter Baum abstirbt, kann das, was er für unser Stadtklima leistet, nicht einfach durch einen neu gepflanzten Baum ersetzt werden. „Unsere Veranstaltungsreihe Stadtbäume werden wir im kommenden Jahr auf jeden Fall fortsetzen. Das Thema ist einfach zu wichtig,“ so die einhellige Meinung.

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Blüten, Bienen und Bäume – Imker Günther Martin beim Grünen Stadtspaziergang

Bei unserer fünften Veranstaltung zum Thema „Stadtbäume – Schattenspender, Luftfilter und Lebensraum“ drehte sich alles um das Motto „Blüten, Bienen und Bäume“.

Mit Imker Günther Martin als Referenten gab es eine Fülle von Informationen über Bienen und reichlich Gelegenheit für Diskussionen über den Einsatz von Insektiziden, Bewässerungsmaßnahmen oder auch die Waldnutzung. Der Grüne Gemeinde- und Kreisrat aus Ketsch hat seit 35 Jahren Bienen und hat seine Ausbildung zum Imker und Schäfer an der Universität Hohenheim abgeschlossen. Einige seiner zahlreichen Bienenvölker leben zur Zeit am ehemaligen Rehgehege in der Sternallee. Nicht weit weg also vom Kreisel im Wohngebiet Schälzig, wo der Spaziergang startete. Ganz bewusst habe er diesen ausgewählt, so Günther Martin. In der Mitte eine große Eiche, darunter eine bunt mit Frühblühern bepflanzte Wiese und rundherum  Linden- und Ahornbäume. Dass die Eiche und Blühwiese so prächtig gedeihen, liege an der Bewässerung. Und dann war man schon drin in der Diskussion, ob die Baumscheiben der umliegenden Bäume nicht auch begrünt werden sollten, ob sich Magerflächen hier von selbst entwickeln können und wie man eine Selbstaussaat von Blühpflanzen fördern kann. Einigkeit herrschte, dass Pflanzungen künftig nach dem Prinzip der Schwammstadt erfolgen müssten, damit das Regenwasser nicht ungenutzt in die Kanalisation abfließt, sondern in Senken und Grünflächen abgeleitet wird, um dort wie in einem Schwamm für trockene Tage gespeichert zu werden. Das würde nicht nur den Pflanzen helfen, sondern auch wertvolles Wasser und Arbeitszeit sparen. Bienen und andere Insekten finden jedenfalls am Schälzigkreisel erst einmal Nahrung. Auch an den  blühenden Sträuchern, die auf dem Lärmschutzwall an der B291 wachsen. Leider wird bei Rückschnitten an Straßen durch den Kreis nicht auf wertvolle Gehölze wie Wildapfelbäume geachtet, sondern rücksichtslos alles gleichermaßen auf Stock gesetzt – und das auch oft auf gesamter Länge. Deshalb hatten wir im vergangenen Jahr den Rückschnitt durch die Kreisverwaltung zwischen Carl-Theodor-Brücke und der August-Neuhaus-Straße bemängelt und Landtagsabgeordneter Andre Baumann wurde wegen des Heckenrückschnitts an der Brühler Landstraße aktiv. Nahrung für Insekten und Rückzugsräume für Tiere wie Rebhuhn, Fasan und Igel gehen so verloren.

Am AllaHopp-Geländes lenkte Günther Martin den Blick auf eine Gruppe alter Eichen. „Die sind sicher schon 100 Jahre alt und sollten geschützt werden! Im Sommer scheiden Eichen einen stärkehaltigen Saft aus um sich zu kühlen. Den sammeln die Bienen und machen ihn zu Honig. Dunkelgrün in der Farbe und sehr selten, weil es bei uns kaum noch alte Eichen gibt!“, wusste der Fachmann zu berichten. Anfang Juli aber sieht es meist schlecht aus für die Nektarsammlerinnen, dann ist fast alles verblüht und die Bienen müssen weite Strecken zurücklegen um Nahrung zu finden. Im Herbst sind Fassadenbegrünungen mit Efeu noch einmal eine Bienenweide. Hier können die Tiere Nahrung für den Winter sammeln.

Viel abhängiger von einzelnen Pflanzenarten sind die Wildbienen. Sie ernähren sich oft nur von einer bestimmten Pflanzenart und wenn diese verschwindet, verschwinden auch die kleinen Schwestern der Honigbienen. Sie tragen Namen wie Seiden- und Zottelbiene oder auch Rainfarn-Maskenbiene. Diese wurde gerade zur Wildbiene des Jahres gekürt.

Bei den Bienenstöcken von Günther Martin an der Sternallee angelangt, konnte die Gruppe das Innere eines Stocks in Augenschein nehmen. Dass die Bienen heute so „brav“ sind, dass wir Menschen ohne Schutzkleidung nahe an die Bienenstöcke heran können, ist Folge der Zucht auf Friedsamkeit. Dass diese Tiere sich weniger zur Wehr setzen, begünstigt aber auch die Verbreitung von Schädlingen wie der Varroa-Milbe. Als Folge müssen die Imker Ameisen- und Oxalsäure zur Schädlingsbekämpfung einsetzen, was durch starken Befall geschwächte Bienen nicht überleben.

Sind Wetter und Nahrungsangebot gut, erwirtschaftet ein Volk bis zu 25 kg Honig im Jahr. Dafür fliegen die Tiere bis zu zwei Kilometer weit und das viele Male täglich. Auch um Wasser zu holen. Deshalb sollte man im eigenen Garten auch an kleine Wasserstellen für die Tiere denken.

Dass wir dann im Sommer und Herbst Obst oder auch Raps ernten können, verdanken wir allein den Bienen, Wildbienen, Hummeln und anderen Bestäubern. Denn 80 % der Blütenpflanzen sind auf die fleißigen Bestäuber angewiesen. Ohne Bienen, die anderen Insekten sind dabei gar nicht mitgerechnet, würde der Ertrag bei Äpfeln um 60%, bei Birnen sogar um fast 90 % zurück gehen, so eine Berechnung des Deutschen Imkerbundes.

Ein Grund mehr die kleinen Tiere zu schützen. „Jeder sollte in seinem Garten und auf seiner Fensterbank eine Pflanze haben, die blüht. Am besten mehrere,“ so Günther Martin auf die Frage was jeder tun kann augenzwinkernd. „Aber auch die Stadt könnte durchaus mehr tun.“

 

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Wir trauern um Professor Josef Walch

Gemeinderatsfraktion und Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen trauern um Professor Josef Walch. Mit ihm haben wir einen Mitstreiter und Freund verloren, der immer engagiert, enthusiastisch und mitreißend seine Überzeugungen und unsere Anliegen als Grüne verfocht – innerhalb der Partei und nach außen.

2019 wurde Josef Walch mit über 3600 Stimmen für die Grünen in den Schwetzinger Gemeinderat gewählt. Ab 2020 leitete er als Fraktionsvorsitzender stets präsent die Gemeinderatsarbeit der Grünen, gab uns neue Impulse und vertrat beherzt unsere Interessen. Neben den grünen Kernthemen lagen dem Künstler und Pädagogen Josef Walch auch politisch besonders die Kultur, die Kulturschaffenden und die Jugend am Herzen. Für sie setzte er sich in der Gemeinderatsarbeit immer wieder ein – beispielsweise bei der Planung der Schwetzinger Höfe und bei der Schimper-Gemeinschaftsschule. Durch seine zahlreichen Kontakte hatte er ein feines Ohr für die Stimmen aller Menschen in Schwetzingen. Ihre Meinungen und Wünsche kannte er und wollte sie berücksichtigt sehen. Immer blieb er ein Streiter für die sozialen Belange in der Politik.

Der Tod von Josef Walch reißt eine große Lücke. Sein kreativer Geist wird uns Grünen, wird Schwetzingen fehlen.

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Infostand am Internationalen Frauentag auf den kleinen Planken

Am Internationalen Frauentag, waren die Schwetzinger Grünen mit einem Informationsstand auf den Kleinen Planken präsent. Nachmittags,  damit – so die Sprecherin Karina Schneider – auch Berufstätige angesprochen werden konnten.

Eigentlich war geplant, Themen wie Lohngleichheit (Gender Pay Gap) und Belastung von Frauen in der Pandemie in den Mittelpunkt zu stellen – doch der brutale Krieg gegen die Ukraine ließ es kaum zu, über anderes zu reden.

So hielten die Grünen Frauen eine Liste von verschiedenen Spendenkonten für die Ukraine bereit und haben im Ortsverband eine Spendenaktion für die Organisation UN-Women der Vereinten Nationen für Frauen und Mädchen in der Ukraine gestartet. Viele der Gespräche am Stand drehten sich dann auch um die Sorge für die Menschen, die jetzt auf der Flucht sind und alles zurücklassen mussten.

Gelbe Narzissen und blaue Vergissmeinnicht wurden als Zeichen der Solidarität und der Hoffnung auf Frieden verschenkt und Infomaterial zum Thema Gleichberechtigung in Deutschland wurde verteilt. Denn tatsächliche Gleichberechtigung ist leider auch nach über 100 Jahren Weltfrauentag noch nicht in unserer Gesellschaft etabliert. Davon zeugen in Deutschland 18% unbereinigte Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen, die erst jetzt aufgenommene Arbeit an der verlässlichen Finanzierung der Frauenhäuser zum Schutz vor Gewalt, Ehegattensplitting mit Steuerklassen 3 und 5 und das daraus resultierende große Problem der Altersarmut von Frauen.

Hinzu kommt die schwierige Situation von Alleinerziehenden, die emotional, organisatorisch und finanziell extrem belastet sind. Hier ist neben der Gleichberechtigung auch Entlastung und Fürsorge eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Zudem zeigen aktuelle Untersuchungen, dass in der Corona-Zeit Frauen besonders belastet sind und häufig ihre Arbeitszeiten im Beruf reduziert haben, um ihren zusätzlichen Aufgaben in Familie und Pflege von Angehörigen nachzukommen. Doch mit der Rückkehr zu traditionellen Rollenbildern sinken Gehalt und Karrierechancen.

Einen großen Erfolg für alle Frauen sieht Stadträtin Kathrin Vobis-Mink in der Aufhebung des §219a, der diese Woche im Bundestag aufgehoben wurde. „Ärztinnen und Ärzte dürfen jetzt endlich über die Möglichkeiten von Schwangerschaftsabbrüchen informieren“, erläuterte Vobis-Mink, die auch Vertreterin der Grünen in der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen ist, am Infostand. „Bislang machten sich die Mediziner:innen strafbar, wenn sie auf ihrer Internetseite darauf hin wiesen, dass in ihrer Praxis Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. Frauen mussten sich die Adressen „unter der Hand“ besorgen. Einfach untragbar!“

Profitieren werden Frauen auch vom neuen Mindestlohn und der Kindergrundsicherung. Die Kindergrundsicherung wurde im Koalitionsvertrag mit SPD und FDP festgeschrieben und durch die grüne Bundesfamilienministerin Anne Spiegel umgesetzt.

Unterschrift Bild:

Mit den ukrainischen Landesfarben erinnerten die Grünen am Internationalen Frauentag an die katastrophale Situation von Müttern, Kindern und Familien im Krieg. Von links: Kreisverbandssprecher Patrick Alberti, Stadträtin Kathrin Vobis-Mink, Kalliope Eberhardt-Rittmann.

 

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