Pendler brauchen schnelle ÖPNV-Verbindungen

„Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Umstieg der Berufspendler auf die öffentlichen Verkehrsmittel ist genommen“, zeigen sich die Mitglieder des Vorstands der Schwetzinger GRÜNEN erleichtert. Sie begleiteten den Landtagsabgeordneten Manfred Kern und den Verkehrspolitischen Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Landtag, Daniel Renkonen, auf der ersten Direktfahrt der Regionalbahn nach Heidelberg. Aus dem Schwetzinger Ortsverband der GRÜNEN dabei waren außerdem die beiden Stadträtinnen Dr. Susanne Hierschbiel und Kathrin Vobis-Mink, sowie die Kreisrätin Sabine Walter. (mehr …)

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Der Landtagsabgeordnete Manfred Kern, bahnpolitischer Sprecher der Grünen Daniel Renkonen (4. v.l.) das Vorstandsteam der Grünen Schwetzingen, der Vorstand des Grünen Kreisverbandes Kurpfalz-Hardt, die Grünen Oftersheim, Frank Klingenhöfer von der DB (3.v.l.), Markus Kempf vom NVBW sowie Vertreterinnen der Hockenheimer Lokalen Agenda und weiteren Mitfahrenden aus Hockenheim, Oftersheim und Schwetzingen. Direkte Zugverbindung Schwetzingen Oftersheim Hockenheim Heidelberg

Schwetzingen – Heidelberg in 19 Minuten

Ein Herzensprojekt wird Realität: Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sich der Landtagsabgeordnete Manfred Kern (Grüne) für die Wiedereinrichtung des Personenverkehrs zwischen Schwetzingen und Neu-Edingen/Friedrichsfeld ein. Nun war es endlich soweit Der erste Zug fuhr am Montagmorgen von Hockenheim über Oftersheim, Schwetzingen und NeuEdingen/Friedrichsfeld nach Heidelberg.

Manfred Kern Grüner Landtagsabgeordnete Schwetzingen mit neuer Zugverbindung nach Heidelberg
Endlich am Ziel:
Landtagsabgeordneter Manfred Kern bei der „Jungfernfahrt“ der neuen Verbindung

Die bessere Anbindung der Orte in seinem Wahlkreis sei ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität, betonte Kern bei der Jungfernfahrt: „Das zusätzliche Angebot macht den ÖPNV deutlich attraktiver – gerade für Pendlerinnen und Pendler. Und erleichtert so den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.“ Auch Daniel Renkonen, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, der zur Jungfernfahrt nach Schwetzingen gekommen war, hob die Bedeutung der Linie nach Frankfurt hervor: „Mit der neuen Direktverbindung wird ein großer Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität geleistet, indem zwei Metropolregionen miteinander verbunden werden. Jede Direktverbindung trägt zur deutlichen Steigerung des ÖPNV bei, weil die Menschen nicht mehr aufwändig umsteigen müssen. Insofern ist es ein guter Tag für den Bahnverkehr im Land.“

ÖPNV-Angebot für Pendler

„Pendlerinnen und Pendler steigen gerne auf öffentliche Verkehrsmittel um“, ist das Vorstands-Team der Schwetzinger Grünen überzeugt, das geschlossen an der Jungfernfahrt teilnahm. Entscheidend sei, dass für den Bedarf auch ein passendes Angebot zur Verfügung stehe. „Wir müssen eine schnelle, praktikable und stressfreie Alternative zum Auto schaffen“, setzen sich die Grünen für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ein. Auch die beiden Schwetzinger Stadträtinnen Kathrin Vobis-Mink und Dr. Susanne Hierschbiel sowie Kreisrätin Sabine Walter betonten durch ihre Teilnahme an der Fahrt die Bedeutung dieses Schrittes in Richtung einer nachhaltigen Verkehrswende.

Die neue Verbindung im Winterfahrplan

Mit dem Winterfahrplan, der ab sofort gilt, gibt es eine regelmäßige Verbindung zwischen Schwetzingen und Frankfurt über Weinheim und Darmstadt mit Umsteigemöglichkeit in Neu-Edingen/Friedrichsfeld nach Heidelberg. Der Zug fährt morgens stündlich und dann alle zwei Stunden. „Möglich ist dies durch das sogenannte Flügelkonzept“, erklärt Markus Kempf von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. „Die Regionalbahnen von Frankfurt fahren mit zwei Doppelstocktriebwagen von Frankfurt bis Neu-Edingen/Friedrichsfeld. Der erste Zugteil fährt weiter nach Heidelberg und Wiesloch-Walldorf. Der hintere Zugteil fährt in jeder ungeraden Stunde nach Mannheim Hbf und neu in jeder geraden Stunde nach Schwetzingen. In Schwetzingen besteht dann Anschluss an die Regionalbahn nach Hockenheim, Graben-Neudorf und Karlsruhe.“ 

Nur acht Minuten fährt der Zug auf der Strecke Schwetzingen – Neu-Edingen/Friedrichsfeld. Rund 85 Minuten von Schwetzingen nach Frankfurt. Oder zurück. Ohne umsteigen zu müssen. Morgens gibt es zusätzlich den Direktzug von Hockenheim über Oftersheim und Schwetzingen nach Heidelberg.

„Ich freue mich sehr, dass wir die morgendliche Direktverbindung von Schwetzingen nach Heidelberg neu im Angebot haben“, so Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung der DB. „Neben der ebenfalls neuen, zweistündlichen direkten Anbindung von Schwetzingen im Main-Neckar-Ried-Express nach Frankfurt bedeutet das in Summe eine deutliche Verbesserung für Berufspendler und Studierende und fördert den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr.“ Die engagierte Wahl-Schwetzingerin Anna Kirchner nutzt die neue Verbindung als Motivation, mehr zu reisen: „Heute ist ein toller Tag! Mit den Zügen nach Heidelberg und nach Frankfurt erschließen sich mir ganz neue, schnellere Verbindungen, die ich gerne nutzen werde!“

Erster Schritt für einen komfortablen Nahverkehr

Kein Grund jedoch, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, so Manfred Kern: „Der nächste Schritt ist, für einen regelmäßigen Taktverkehr zu sorgen. Außerdem sollten die Züge über Schwetzingen hinaus bis Hockenheim fahren.“ Denn der Abgeordnete ist sich sicher: „Die verbesserte Anbindung an die Bergstraße und nach Heidelberg stärkt unseren Standort.“ Auch Eileen Reidel von der Hockenheimer Lokalen Agenda 21 hält den neuen Fahrplan für einen wichtigen Auftakt für einen weiteren Ausbau: „Die neue Direktverbindung nach Heidelberg ist der erste Schritt zur Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches, den es jetzt auszubauen gilt.“

Schienenbus-Aktion bereits 2009

Bisher fuhren auf der Strecke zwischen Schwetzingen und Neu-Edingen/Friedrichsfeld nur Güterzüge. Das Verkehrsministerium und die NVBW nahmen mit der neuen Verbindung eine Idee des Abgeordneten Manfred Kern auf. Kern hatte die Wiedereinrichtung des Personenverkehrs auf der Strecke schon lange gefordert und diesen Wunsch wiederholt an verschiedenen Stellen vorgetragen.

Der Abgeordnete erzählt von seinen Erfahrungen: „Um zu beweisen, wie groß das Interesse war, setzten wir mit Unterstützung der Mannheimer Grünen für einen Samstag im Jahr 2009 kurzerhand einen Schienenbus im Pendelverkehr auf dieser Strecke ein, der hervorragend angenommen wurde. Die prognostizierten Fahrgastzahlen waren aber anfangs zu gering.“ Nun, so Kern, sei die Zeit endlich reif gewesen für dieses wichtige Projekt.

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„Frauenrechte sind keine Selbstverständlichkeit“

Unglaublich, traurig, erschreckend – mit diesen Worten reagierten die meisten Quiz-Teilnehmer am Stand „100plus1“ der Schwetzinger GRÜNEN an den Kleinen Planken. Denn die Fakten, die das Quiz rund um das Thema Frauenrechte ins Bewusstsein holte, waren ernüchternd. Fakten, wie zum Beispiel, dass noch bis 1977 Frauen ihren Mann fragen mussten, wenn sie arbeiten gehen wollten. Oder, dass die Rechten während ihres Regimes das Frauenwahlrecht abschafften und ihnen verboten, juristische Berufe zu ergreifen oder eine Arztpraxis zu eröffnen. (mehr …)

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100plus1 – Infostand zum Thema Frauenrechte

Wie weit sind wir mit der Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft gediehen? Dieser Frage geht der Ortsverband der GRÜNEN am kommenden Samstag, 16.11.2019, nach. Von 10 bis 14 Uhr stehen die Ansprechpartnerinnen der Partei an ihrem Infostand „100plus1“ an den Kleinen Planken, Ecke Dreikönigstraße allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern für Gespräche zu diesem Thema zur Verfügung.

Gleichzeitig machen die Schwetzinger GRÜNEN mit einem kleinen Gewinnspiel bewusst, dass es durchaus noch etliche Benachteiligungen für Frauen gibt, die dringend abgestellt werden müssen. So bekommen Frauen zum Beispiel immer noch nicht die gleiche Bezahlung wie ein Mann, obwohl sie auf dem gleichen Arbeitsplatz sitzen.

Der Titel des Standes „100plus1“ erinnert an die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts am 12. November 1918. Die GRÜNEN betonen, wie wichtig es ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass Frauen in Deutschland erst seit drei Generationen wählen dürfen. Dieses Recht sei keine Selbstverständlichkeit, sondern von Aktivistinnen hart erstritten. Und dass Frauenrechte wachsam gehütet werden müssen, zeigt der Blick in die Geschichte: Unter dem Regime der Rechten wurden die Frauenrechte abgeschafft.

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Plastik bleibt brennendes kommunales Problem!

Hat sich in unserer Stadt beim Thema Plastikmüll in den letzten Monaten etwas verbessert? Das wollten die Schwetzinger Grünen herausfinden.
Vor einem halben Jahr hatte der Ortsverband Schwetzingen von Bündnis 90/Die Grünen am Pfaudler-Areal eine Plastik-Sammelaktion veranstaltet, um auf die massive Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle aufmerksam zu machen. 210 l Plastikmüll waren damals zusammengetragen worden. Jetzt brach eine Gruppe engagierter grüner Helfer erneut auf, um neben dem Gehweg am Pfaudler-Gelände Plastikmüll zu sammeln.
„Es ist erschreckend und deprimierend, nach so kurzer Zeit hier schon wieder massenhaft Kunststoffabfall zu finden“, fasste Dr. Michael Rittmann, Mitglied im Vorstand der Schwetzinger Grünen, die Stimmung unter den Helfern in Worte. „In nicht einmal einer halben Stunde kamen 80 Liter Müll zusammen, ganz überwiegend Plastiktüten oder -verpackungen, To-Go-Becher und Fastfood-Teller, aber auch Getränkedosen. Bei deren Herstellung war eine Menge Energie verbraucht worden. Jetzt ließ sich das Kunststoffmaterial meist nur schwer vom Laub trennen, wäre mit den Blättern wahrscheinlich in den Boden geraten und dort jahrzehntelang geblieben. Als Mikroplastik hätte es sich schließlich im Nahrungs- und Wasserkreislauf überall hin verbreitet“.
Dr. Susanne Hierschbiel, Vorstandssprecherin der Schwetzinger Grünen und Stadträtin, erkannte noch ein weiteres Problem: „Selbst wenn Plastik nicht einfach weggeworfen, sondern ordentlich entsorgt wird – in Deutschland beträgt die gesicherte Recycling-Quote für Kunststoff gerade einmal 17 Prozent. Ein Großteil wird verbrannt oder ins Ausland verschickt, wo eine Kontrolle über die Verwertung nur schwer möglich ist“.
Deshalb ist es dringend nötig, Plastik zu vermeiden, war sich die Gruppe der Grünen einig und erinnerte an ihre Vorschläge, wie auf kommunaler Ebene im Alltag der Kunststoffverbrauch gesenkt werden kann. Ein erster Schritt sollte die Einführung eines „Schwetzinger Bechers“ sein, der als Mehrweg- und Pfandbecher die Einweg-To-Go-Becher ersetzt und von der Gastronomie im ganzen Stadtgebiet, und möglichst darüber hinaus, verwendet wird. Andere Städte, wie Mannheim und Speyer, beweisen, dass ein solches Mehrwegsystem städteübergreifend funktioniert. Ein weiterer Schritt kann darin bestehen, in einer kommunalen Aktion Lebensmittel- und Einzelhändler, die Plastikverpackungen reduzieren möchten, zu unterstützen und auszuzeichnen. Auch hierzu gibt es andere Städte als Vorreiter, die zeigen: Plastik vermeiden ist möglich!

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Stellungnahme zu TOP 4 der GR-Sitzung im Oktober 2019

„Neufassung der Gemeindesatzung – geschlechter-gerechte Sprache“

Von Stadträtin Kathrin Vobis-Mink

wir begrüßen die Neufassung der Hauptsatzung ausdrücklich, da sie die beiden beschließenden Ausschüsse, den Verwaltungsausschuss und den technischen Ausschuss, um einen weiteren besonderen, einen Kultur- und Bildungsausschuss, ergänzt. Immer wieder äußerten wir in der Vergangenheit den Wunsch, den Kulturausschuss in einen beschließenden umzuwandeln. Nun ist es tatsächlich so weit. Schul- und Kindergartenangelegenheiten sowie soziale und kulturelle Angelegenheiten erhalten damit in Schwetzingen zu Recht mehr Gewicht. Dank der Umwandlung in einen beschließenden Ausschuss werden diese Aufgaben weiter in den Vordergrund gestellt und auch mit der dafür nötigen, rechtlichen Basis ausgestattet. (mehr …)

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Stellungnahme zur TOP 4:

„Neufassung der Hauptsatzung ab 1. November 2019“

Gehalten von Kathrin Vobis-Mink am 16.10.2019

Wir begrüßen die Neufassung der Hauptsatzung ausdrücklich, da sie die beiden beschließenden Ausschüsse, den Verwaltungsausschuss und den technischen Ausschuss, um einen weiteren besonderen, einen Kultur- und Bildungsausschuss, ergänzt. Immer wieder äußerten wir in der Vergangenheit den Wunsch, den Kulturausschuss in einen beschließenden umzuwandeln. Nun ist es tatsächlich so weit. Schul- und Kindergartenangelegenheiten sowie soziale und kulturelle Angelegenheiten erhalten damit in Schwetzingen zu Recht mehr Gewicht. Dank der Umwandlung in einen beschließenden Ausschuss werden diese Aufgaben weiter in den Vordergrund gestellt und auch mit der dafür nötigen, rechtlichen Basis ausgestattet. (mehr …)

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Effektive Strategien statt blindem Aktionismus

„Die Beteiligung der Grünen in einer Bürgerinitiative (BI) gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl ist eminent wichtig“, da ist sich Matthias Ihrig sicher. Der Zweite Vorstand des Ketscher Umweltstammtisches betonte am Dienstag bei der Versammlung des Ortsverbands von Bündnis90/Die Grünen in Schwetzingen, die Partei müsse unbedingt mit anderen Parteien gemeinsam in der Lenkungsgruppe einer solchen BI sitzen.

Die Grünen hatten Matthias Ihrig zur Ortsverbands-Versammlung eingeladen, um aus erster Hand Informationen über die zu erwartenden Belastungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu sammeln. Denn den Grünen ist es wichtig, zu klären, wie eine optimale Unterstützung der Betroffenen aussehen muss. „Wir halten nichts von blindem Aktionismus, sondern entwickeln effektive Strategien aufgrund belastbarer Informationen“, erklärte Dr. Susanne Hierschbiel in ihrer Funktion als Sprecherin des Ortsverbands der Grünen.

Allerdings sind die Schwetzinger Grünen nur bereit, eine überparteiliche BI zu unterstützen. Der Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat, Marco Montalbano, erklärte bei der Versammlung, „dann werden wir gerne einer BI beitreten“. Allerdings stellten die Grünen an diesem Abend gleichzeitig klar, dass sie diese Unterstützung bei parteipolitischer Instrumentalisierung entziehen.

Eine Gefahr, dass die Betroffenen und deren berechtigte Anliegen zum Spielball der Politik werden könnten, sieht auch Matthias Ihrig vom Umweltstammtisch Ketsch. „Immerhin sind in zwei Jahren Landtagswahlen“, sagte der Ketscher. Nicht zuletzt deshalb sei es wichtig und sinnvoll, dass es keine „Drei-Parteien-Initiative“ werde, sondern alle Parteien mit im Boot zu haben. Diese Position werde der Umweltstammtisch Ketsch in der Zusammenarbeit mit der Jägervereinigung Mannheim/Hegering Schwetzingen und dem BUND vertreten.

Die Zielsetzung, die eine Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl haben muss, ist für Matthias Ihrig eindeutig. „Es muss erreicht werden, dass der Pachtvertrag der Firma Krieger rückgängig gemacht wird“, stellte er bei der Versammlung klar. Nur so sei sichergestellt, dass der Kiesabbau im Entenpfuhl endgültig vom Tisch ist. Und: „Der Gegenwind muss so hoch sein, dass es für die Firma Krieger nicht mehr lukrativ ist, das Projekt durchzusetzen.“ Wenn das Planfeststellungsverfahren zu dem Ergebnis kommt, dass das Trinkwasser gefährdet ist, bedeutet dies ebenso das Aus für die Grube.

Für das Vorstands-Team der Grünen ist der Trinkwasserschutz das entscheidende Argument gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl. Auch Mannheim und Heidelberg werden von hier versorgt. Hunderttausende Menschen sind betroffen. Darüber könne sich keiner hinwegsetzen, so der Tenor der Anwesenden. Bisher liegen zwei Gutachten vor, die allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen (es wurde bereits mehrfach berichtet). Dies allein schon zeigt, dass das Risiko des Projektes viel zu hoch ist. Darin sind sich die Grünen des Ortsverbands einig. Sie votierten einstimmig gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl.

Gleichzeitig stellte Vorstands-Mitglied Beate Günther aber auch fest, dass die eigentlichen und direkt Betroffenen die Ketscher sind. Die Lärmbelastung für die Ketscher wäre über Jahrzehnte hinweg immens. Nicht nur, dass der Wald wegfallen würde, der die Ketscher vor der lauten Autobahn und der Bundesstraße schützt. Durch an- und abfahrende Transportfahrzeuge, sowie Förderanlagen würde der Lärmpegel ins Unerträgliche gesteigert. „Es wäre für uns Ketscher eine mittlere Katastrophe“, bestätigte Matthias Ihrig.

Umso mehr freut er sich über die Rückendeckung der Grünen. Auch in den vergangenen Monaten haben die Grünen die Positionen des Ketscher Umweltstammtischs immer unterstützt. So standen die Grünen den Betroffenen mit mehreren Mitgliedern beim Scoping-Termin zur Seite und waren auch am Informationsabend des Umweltstammtisches zahlreich vertreten.

Dass das Thema den Schwetzinger Grünen enorm wichtig ist, betonten alle Redner dieses Abends. Dies zeigte sich in den vergangenen Monaten auch bei der Ratsarbeit. So haben die Grünen Stadträte zum Beispiel bereits am 10. Juli diesen Jahres als erste Partei im Technischen Ausschuss eine Anfrage zum Entenpfuhl gestellt und Fraktionsvorsitzender Marco Montalbano hat sich mit OB Dr. Rene Pöltl schon am 15. Juli über das Thema per Mail ausgetauscht.

Dr. Susanne Hierschbiel: „Wir stehen rückhaltlos hinter einer Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl. Aber nur, wenn es auch wirklich eine echte Bürgerinitiative ist“.

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Vorstands-Team

Klimakrise, Plastikflut und das Erstarken von Rechten und Populisten – auf all diese globalen Themen gilt es für den GRÜNEN Ortsverband (OV) zu reagieren. Damit der OV auf die Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist, haben die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung den Vorstand auf fünf Verantwortliche erweitert.

Gewählt wurden:

  • Dr. Susanne Hierschbiel als 1. Sprecherin,
  • Peter Köhler in Abwesenheit als 2. Sprecher,
  • Regina Czechanowski als Kassiererin,
  • Beate Günther als Beisitzerin und
  • Dr. Michael Rittmann als Beisitzer.

Beate Günther übernimmt die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit und Dr. Michael Rittmann die Aufgabe des Schriftführers.

„Wir müssen die aktuellen Themen auf kommunaler Ebene begreifbar machen und gleichzeitig Schwetzinger Themen aufgreifen und aus GRÜNER Sicht beleuchten“ , erklärte die neue OV-Sprecherin und Stadträtin Dr. Susanne Hierschbiel.

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Klimaschutz => Verzicht auf Plastik

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:

  • Über 8 Milliarden Tonnen Plastik wurden seit 1950 weltweit produziert. Meist nur extrem kurz verwendet, lagert der größte Teil davon heute auf Deponien oder in der Natur
  • 150 Millionen Tonnen Plastik schwimmen in den Meeren. Jährlich kommen bis zu 13 Millionen Tonnen hinzu. Das entspricht einer Lastwagenladung pro Minute.
  • 192 Einweg-Plastikflaschen verbraucht jede/r Deutsche im Schnitt pro Jahr. 450 Jahre dauert es, bis sich eine Plastikflasche im Meer zersetzt hat
  • Über 12.000 Plastikteilchen wurden kürzlich in einem Liter Arktis-Eis gefunden.
  • 2,2 Billionen Mikroplastikteilchen können jedes Jahr in Deutschland über den Kompost in die Natur gelangen – das sind mehr als 122 Millionen Plastiktüten.
  • 1 Million Meeresvögel sterben pro Jahr durch Plastikmüll
  • 37 Kilogramm Müll aus Plastikverpackungen fallen jedes Jahr in Deutschland pro Kopf an.
  • Nur etwa 38 Prozent unseres Plastikmülls werden recycelt. Der größte Teil landet in Verbrennungsanlagen.

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